Einfach mal nichts essen.. [Heilfasten]

Hallo meine Lieben,

einige von euch haben es vielleicht bei Twitter mitbekommen – ich habe gefastet. Ganze 9 Tage lang gab es für mich nur Wasser und Tee. Geht nicht? Und ob. Ich habe für euch mal ein paar wichtige Fragen beantwortet, sozusagen meine persönlichen FAQ:

Warum fasten?

Nach meiner insgesamt vierten Heilfastenkur kann ich ganz klar sagen: Es tut einfach richtig gut! Man fühlt sich anschließend fitter und freier.

Wie schaffst du es so lange nichts zu essen? Da hat man doch dauernd Hunger!

Falsch. Sobald der Darm leer ist (ja, beim Heilfasten führt leider kein Weg am Abführen vorbei) verschwindet auch ganz schnell das Hungergefühl.

Fühlst du dich nicht schlapp ohne Essen?

Nein, eher im Gegenteil. Ich habe immer recht viel Energie und vor allem auch mehr Zeit für mich, da Kochen, Essen, Abwaschen und Co. einfach wegfallen. Leistungssport würde ich zwar nicht schaffen, aber für den Alltag und leichtes Sportprogramm reicht die Kraft alle mal.

Wie funktioniert’s?

Los geht es mit 1-2 „Entlastungstagen“. Dabei wird der Körper auf den kommenden Verzicht vorbereitet. Es gibt verschiedene Varianten von Entlastungstagen, z.B. Obst-, Reis- oder Rohkosttage. Wichtig: Schon an den Entlastungstagen viel trinken – mindestens 2-3 Liter.

Am ersten Fastentag wird gleich morgens abgeführt, es ist also gut diesen Tag auf das Wochenende oder einen freien Tag zu legen. Danach beginnt das eigentliche Fasten: Der Körper braucht jetzt viel Wasser und Kräutertee, und ab und zu etwas Gemüsebrühe oder stark verdünnten Fruchtsaft.

Die ersten beiden Tage sind erfahrungsgemäß etwas anstrengend. Man friert schnell, es kann zu Kopfschmerzen oder leichten Schwindelgefühlen kommen. Aber so bald diese Hürde genommen ist, steht einem nur noch der innere Schweinehund im Weg. Und der kann manchmal ganz schön knurren. Mit jedem Fastentag steigt die Sehnsucht nach all den leckeren Dingen aus dem Fernsehen, nach dem Sonntagskuchen der Oma, nach eben allem was das Herz begehrt.

Ich gebe zu, es ist zum Teil schon schwer, diesen Gelüsten zu widerstehen – aber es ist machbar! Wenn ich das schaffe, dann packt ihr das auch!

Wenn es dann doch an der Zeit ist, wieder mit dem Essen zu beginnen – üblicherweise nach 7-14 Fastentagen – dann geht das natürlich nicht von 0 auf 100. Zum Anfang gibt es einen Apfel. Und der schmeckt so gut, so intensiv, so süß…

… und nach etwa 3 Aufbautagen ist das Fasten dann beendet.

Mein Fazit: Supergut! Vor dem Fasten war mein Körper in einem schrecklichen Zustand [die Klausurenphase war schuld!]: Ich näherte mich mit großen Schritten meiner persönlichen No-Go-Gewichtsgrenze, hatte unglaublich schlechte Haut und hab mich einfach unwohl gefühlt.

Jetzt, nach insgesamt 2 Wochen, bin ich knapp 6 Kilo leichter, habe meine Haut wieder fest im Griff und fühle mich so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Außerdem fällt es mir jetzt viel leichter die „schlechten“ Lebensmittel auszuklammern. Ich will mich jetzt auch in den kommenden Wochen wieder bewusster ernähren und mehr auf mich achten.

Das war auch schon mein Erfahrungsbericht. Seid ihr neugierig geworden? Gibt es noch offene Fragen? Wenn jemand von euch noch ausführlichere Infos oder meine Fastenpläne haben möchte, dann meldet euch einfach bei mir!

Habt noch eine schöne Woche!

xo Kristin

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4 Kommentare zu „Einfach mal nichts essen.. [Heilfasten]

  1. Hallihallo 🙂

    Du hattest mich ja schon sowieso super neugierig gemacht, aber jetzt wirklich!!
    Ich will das auch tun!
    Ich habe einfach nur starke bedenken es nicht zu schaffen, da die Verführung an jeder Ecke lauert, vor allem, wenn man jemandem im Haushalt hat, der ganz normal weiter isst und man dessen Essen zubereitet.

    Ist die Gemüsebrühe nur für den ersten Fastentag nach den Abführen, oder darf man diese in der ganzen Zeit des Fastens zu sich nehmen?
    Beim Tee vermutlich nur ungesüßt?

    Ich habe das Gefühl, vor dem Semesterstart kann ich das gut gebrauchen. Den Körper mal wieder in Balance bringen und dann, wie du schon sagst, die schelchten Lebensmittel gleich weg zu lassen!

    Du hast mich mit deinem Post super motiviert und neugierig gemacht! Ich werde mich kundig machen und dann hoffentlich bald loslegen (auch wenn es mir ein bisschen Angst macht!)!

    Liebe Grüße,

    Katha

    1. Hey!
      Freut mich wirklich, dass ich dich motivieren konnte! Keine Sorge, das Durchhalten ist nicht so schrecklich schwer, wie du es dir vorstellst! Ich esse auch leidenschaftlich gerne und hab es trotzdem geschafft. Du kannst dich ja auch schließlich ablenken: Nutze einfach die freie Zeit für Dinge, die dir wirklich Spaß machen.
      Die Gemüsebrühe kannst du jeden Mittag trinken, ich habe dieses Mal aber durch verdünnte Fruchtsäfte ersetzt. Der Tee sollte am besten ungesüßt sein, ja.
      Ich schicke dir mal meine Fastenpläne, die helfen dir vielleicht schon weiter!

      Viele Grüße
      Kristin

  2. Ich möchte auch unbedingt mal Heilfasten, hab aber auch die Befürchtung, dass ich es nicht durchstehe. Ich würde mich freuen, wenn du mir mal deine Pläne schicken könntest. Vielleicht kann ich meinen Freund ja auch überreden es mal 7 Tage zu versuchen, dann ist die Versuchung nicht so groß.

    Du hast also am Abführtag den Darm entleert und dann einfach komplett auf feste Nahrung verzichtet nur Tee, Wasser und stark verdünnte Säfte getrunken? Spezielle Säfte? Ich hab irgendwie richtig Lust so einen Frühjahrsputz für meinen Körper zu machen 😀

    1. Hey Janin,

      schau mal, ich hab dir mal die beiden Pläne, an denen ich mich orientiert habe in die Dropbox hochgeladen.
      https://www.dropbox.com/sh/49qlv3pjby1ttxb/4zte2gfh8q
      Genau! Bei den Säften habe ich auf eine möglichst hohe Qualität geachtet und mich dann für naturtrüben Apfel-Birnensaft und Traubensaft entschieden.
      Freut mich, dass ich dein Interesse wecken konnte! Ich kann es wirklich nur empfehlen.
      Und wenn du deinen Freund überreden kannst, wäre das natürlich perfekt! 🙂

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