Nuss-Brownies mit Quitten

Es ist wieder soweit. Einmal im Jahr fragt mich meine Schwester, ob ich nicht auch ein paar Quitten von ihrer Nachbarin möchte. ‚Nein‘ kann ich da irgendwie nie sagen. Dafür stehe ich dann immer etwas ratlos in der Küche und weiß nicht, was ich mit den harten, pelzigen Dingern anstellen soll.

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Geht es euch auch so oder habt ihr schon das ultimative Quittenrezept gefunden? Wenn ihr auch noch etwas planlos seid, dann habe ich vielleicht die Lösung. Die herrlich säuerlichen Quitten verbinden sich mit einem nussigen Brownie-Teig und ergeben so ein perfektes Herbst-Duo.

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Habt ihr Lust auf supersaftigen Schokoteig mit dreifach Nuss und einer extra Portion Herbstobst? Hier kommt das Rezept:

Nuss-Brownies mit Quitten

für eine kleine Backform (18×27)

  • 3 Quitten
  • 100g Erdnussbutter
  • 100g Zartbitterkuvertüre
  • 150g Butter
  • 4 Eier
  • 100g brauner Zucker
  • 100g gemahlene Haselnüsse
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Zucker
  • 1 TL Zimt

Backofen auf 180°C vorheizen und die Form mit Backpapier auslegen.

Quitten waschen, schälen und entkernen. In kleine Stücke schneiden und beiseite stellen.

Butter, Schokolade und Erdnussbutter in einem kleinen Topf schmelzen und etwas abkühlen lassen. Währenddessen Eier, braunen Zucker, die gemahlenen Nüsse und Salz verrühren. Schoko-Butter-Masse dazugeben und zum Schluss die Quittenstücke unterheben.

In die Form füllen und auf der untersten Schiene für 35-40 Minuten backen.

Zucker und Zimt vermengen und den noch warmen Brownie damit bestreuen. Auskühlen lassen und in kleine Stücke schneiden.

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Ganz zufällig ist dieses Rezept auch noch glutenfrei, da es durch die vielen Nüsse ganz ohne Mehl auskommt.

Die restlichen Quitten werde ich am Wochenende wohl zu Sirup verarbeiten – in der Hoffnung den großartigen Geruch von frischen Quitten in Flaschen zu konservieren!

Euch noch eine schöne Herbstwoche und wie immer HAPPY BAKING!

xo Kristin

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#montagsquickie | Mandelkuchen mit Blaubeeren [glutenfrei]

Ich melde mich zurück von meinem Kurzurlaub in Hamburg! Es war wirklich toll, am Mittwoch gibt’s die Fotos für euch. So ganz konnte ich die Finger auch im Urlaub nicht vom Bloggen lassen – vor allem weil meine Tante auch ein kleiner Kreativling ist und sofort Feuer und Flamme für meinen Blog war. Da passte es dann ganz gut, dass sich meine Schwester zum Spontan-Besuch eingeladen hat und schnell ein Kuchen für die Kaffeetafel her musste.

Der Mandelkuchen erfüllt auch alle wichtigen Kriterien: Schnell. Glutenfrei. Lecker.

Läuft! Na dann mal zum Rezept…

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Mandelkuchen mit Blaubeeren (glutenfrei)

für eine 26cm Springform

  • 6 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 150g Puderzucker + etwas zum Bestäuben
  • 1 TL Zitronenschale
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 200g gemahlene Mandeln
  • 150g Blaubeeren

 

Backofen auf 175°C vorheizen und die Springform fetten. Blaubeeren waschen und abtropfen lassen.

Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. In einer zweiten Schüssel Eigelb und Puderzucker cremig schlagen. Zitronenschale, Vanillezucker und Zimt hinzufügen. Erst den Eischnee, dann die Mandeln unterheben.

Teig in die Form füllen und die Hälfte der Blaubeeren auf dem Teig verteilen. In den Ofen schieben und auf mittlerer Schiene für 35 – 45 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Nach 10 Minuten die restlichen Blaubeeren auf dem Kuchen verteilen und nach 30 Minuten eventuell mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.

Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und servieren.

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Noch ganz leicht lauwarm schmeckt er am allerbesten und wer mag kann noch ein bisschen Schlagsahne darauf geben!

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Wie sieht es bei euch mit Urlaub aus? Wart ihr schon? Fahrt ihr noch weg? Wenn ja, wohin geht es bei euch?

 

Habt einen schönen Start in die Woche und HAPPY BAKING!

xo Kristin

Aprikosen-Johannisbeer-Tarte mit Baiser | #knuspersommer

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Gibt es etwas Schöneres, als im Sommer den ganzen Tag mit der Familie im Grünen zu verbringen, Quatsch zu machen, zu Lachen und am Ende des Tages für die hungrigen Mäulchen zu Grillen? Ich glaube kaum. Am letzten Wochenende war es dann mal wieder soweit. Und wir waren auch fast komplett – nur meine „kleine“ große Schwester und ihr Mann haben gefehlt.

Als es dann nach gefühlten  300 Runden Drachenreiten (Die Tante lässt den 5-jährigen Neffen auf ihren Rücken klettern und hüpft mit ihm im Sattel als Drache durch das Trampolin – meine dümmste Idee seit langem!) waren wir alle mehr als hungrig. In Nullkommanichts war der Grill leergefuttert und damit Zeit für den leckeren sommerlichen Nachtisch, den ich vorbereitet hatte.

Seit bei meiner „großen“ großen Schwester Anfang des Jahres eine Lebensmittelunverträglichkeit festgestellt wurde ist das mit dem Backen für die ganze Familie doch etwas schwieriger geworden, denn Weizenmehl und viele Milchprodukte sind jetzt für sie tabu. Also musste etwas  „mit ohne“ her. Und das ist gar nicht so einfach, denn mit glutenfreiem Mehl wird alles einfach ein bisschen anders.

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Darum gibt es jetzt ein Rezept für euch mit ganz viel Nuss und wenig Mehl – das dann bei Bedarf (oder eben nicht) durch die glutenfreie Variante ersetzt werden kann. Und bei einer so fruchtigen Füllung braucht es auch keine Sahne. Alle Unverträglichkeitsgeplagten da draußen: Jetzt solltet ihr aufpassen!

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Aprikosen-Johannisbeer-Tarte mit Baiser

für eine Tarteform (35 x 11 cm) 

  • 100g Mehl / helle glutenfreie Mehlmischung
  • 100g gemahlene Haselnüsse
  • 50g gemahlene Mandeln
  • 1 kleines Ei
  • 80g Zucker
  • 125g Butter
  • 1 Prise Salz
  • Hülsenfrüchte zum Blindbacken
  • 250g Johannisbeeren
  • 250g Aprikosen (entsteint)
  • 80g Zucker
  • 75ml Wasser
  • 30g (2 gehäufte EL) Speisestärke
  • 2 Eiweiß
  • 75g Zucker

 

Tarteform fetten und mehlen ODER wenn ihr, so wie ich, keine Tarteform habt, könnt ihr auch eine große Kastenkuchenform benutzen, die ihr mit Backpapier auslegt, damit ihr die fertige Tarte aus der Form heben könnt.

Für den Mürbeteig Mehl, Nüsse, Ei, Zucker, kalte Butter und Salz zu einem glatten Teig verkneten und für 45 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 175°C vorheizen. Den Teig  gleichmäßig in die vorbereitete Form drücken, eventuell überschüssigen Teig abschneiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Etwas Backpapier oder ein Stück aufgeschnittenen Bratschlauch auf den Teig legen und mit Hülsenfrüchten bedecken. 20-25 Minuten blindbacken. Aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte entfernen und auskühlen lassen.

Für die Füllung Johannisbeeren waschen und von den Rispen zupfen, Aprikosen waschen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden. Die Früchte zusammen mit dem Zucker in einen großen Topf geben und mit der Hälfte des Wassers aufkochen. Die andere Hälfte Wasser mit der Speisestärke glattrühren. Die Früchte kurz köcheln lassen, dann die Stärkemischung hinzufügen und andicken lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die abgekühlte Füllung auf den Tarteboden geben und glatt streichen. Für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Währenddessen Baiser zubereiten. Dafür Eiweiß steifschlagen, dann nach und nach den Zucker einrieseln lassen bis eine feste, weiße Masse entsteht.

Nun die Tarte vorsichtig aus der Form lösen. Baiser in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und in Streifen auf die Fruchtfüllung spritzen. Mit einem Küchenbunsenbrenner abflämmen und sofort servieren.

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Ich liebe die Farben, die sich unter dem Baiserhäubchen der Tarte verstecken! So so sooo hübsch! Und lecker ist sie auch noch. Richtig fruchtig frisch und nicht zu süß. Für mich definitiv ein Grund mir demnächst eine Tarteform zuzulegen. Denn in der rechteckigen Form macht die Tarte einfach unheimlich viel her und eignet sich nur als Dessert sondern auch als Star auf dem Kuchenbuffet.

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Habt ihr vielleicht noch ein paar leckere glutenfreie Rezepte für meine Schwester und mich? Wir sind immer auf der Suche nach tollen „mit ohne“ Rezepten – also gerne her damit!

Mit diesem Rezept mache ich außerdem beim #knuspersommer von Sarah mit. Dort sucht Frau Knusper kreative sommerliche Knusperrezepte, schaut doch mal bei ihr vorbei!

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Genießt das sommerliche Wetter und HAPPY BAKING!

Kristin

[Pizza Time!] Blumenkohlpizza Caprese

Alle lieben Pizza. Punkt. Das ist einfach so. Über den leckersten Belag, die perfekte Dicke des Teiges und die beste Tageszeit zum Verspeisen lässt sich hingegen streiten. Aber das ist ja auch gut so und deswegen ist Pizza auch einfach ein Lieblingsgericht. Wenn da nur nicht die vielen bösen Kalorien wären..

Die meisten von uns hat wohl schon mal das schlechte Gewissen gepackt, nachdem wir gerade eine Riesenpizza mit Extra Käse verdrückt haben und uns mit einem Schlag 20 kg schwerer gefühlt haben. Das muss aber nicht so sein. Ich habe sie tatsächlich gefunden – die gesunde Pizza! [ Okay, der „healthy“ Grad schwankt natürlich mit der Art des Belages 😉 ]

Ich liefere euch hier das Grundrezept für den Pizzateig – und einen Beispielbelag. Here we go!

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Cauliflower Pizza Crust

für eine Pizza

  • 1 kleinen Blumenkohl
  • 25g geriebenen Parmesan
  • 25g geriebenen Mozzarella
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL frische oder getrocknete Kräuter (z.B. Basilikum, Oregano,..)
  • 1 gehackte Knoblauchzehe
  • 1 Ei

Backofen auf 230° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Blumenkohl waschen, putzen und in kleine Röschen teilen. In die Küchenmaschine geben und für ca. 30 Sekunden fein hacken. In eine mikrowellensichere Schüssel geben und für ca. 8 Minuten „kochen“. Gut abkühlen lassen. Blumenkohl in ein sauberes Geschirrtuch geben und so viel Flüssigkeit wie möglich aus dem Gemüse wringen (je besser ihr hier arbeitet, desto knuspriger wird der Boden).

Ausgequetschten Blumenkohl in eine Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten verkneten. Den „Teig“ auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und zu einem dünnen Pizzaboden formen. Gut festdrücken, damit alles schön zusammenhält.

Im vorgeheizten Ofen (im unteren Drittel) für etwa 10 Minuten vorbacken.

Nun kommt euer Lieblingsbelag ins Spiel. Ich habe mich für Caprese – also Tomate/Mozzarella – entschieden. Dafür habe ich eine handvoll Datteltomaten  und 4-5 Minimozzarella in Scheiben geschnitten und den Boden damit belegt. [ Nichts ist unmöglich, also tobt euch aus! ]

Die belegte Pizza noch einmal für 5-10 Minuten backen – je nach gewünschtem Bräunungsgrad – und fertig ist die Pizza ohne Mehl!

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Viel Spaß beim Ausprobieren!

Lasst mich wissen, wie es bei euch geklappt hat!

Kristin