Ein verspäteter Geburtstagsgruß an den Helden meiner Kindheit

Ich bin eine kleine Leseratte. Schon als ich klein war habe ich meine Nase lieber in Bücher gesteckt, während mein Zimmer im Chaos versunken ist. Dabei bin ich auf eine Welt gestoßen, die mich nie wieder losgelassen hat. Ich traf einen Jungen, an dessen Seite ich erwachsen geworden bin. Er nahm mich mit auf seine Abenteuer, brachte mich zum Weinen und zum Lachen. Durch ihn habe ich gelernt, wie wichtig Freundschaft, Vertrauen und Mut sind.

Wie sehr habe ich an meinem elften Geburtstag auf den Besuch einer Eule gewartet. Diese Eule kam leider nie bei mir an (hat sich wahrscheinlich einfach nur verflogen), aber die Faszination blieb.

Sicher habt ihr es inzwischen schon erraten, der Junge über den ich spreche hat strubbelige Haare, eine runde Brille und eine blitzförmige Narbe auf der Stirn. Sein Name ist Harry und er ist der Held meiner Kindheit.

Auch wenn Harry eigentlich schon vor knapp 2 Monaten seinen 34. (!!!!) Geburtstag gefeiert hat möchte ich heute an seinen elften Geburtstag erinnern und habe dafür sogar Torte mitgebracht.

Obwohl ich feierlich schwöre, dass ich ein Tunichtgut bin, habe ich mich nicht wie Hagrid auf den Kuchen daraufgesetzt! Darum kann ich ihn euch auch in all seiner Schönheit (oder vielleicht eher nicht) präsentieren.

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Um den Kuchen nachzubacken braucht es keine Zauberei, ich zeige euch wie es geht:

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Harry’s Birthday Cake

für eine kleine Torte (12cm Durchmesser)

  • 40g weiche Butter
  • 80g Zucker
  • 1 Ei
  • 80g Mehl
  • 1,5 EL Kakaopulver
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 50ml Sahne
  • 50g Konfitüre
  • 250g Quark
  • 100g weiche Butter
  • 75g Puderzucker
  • Lebensmittelfarbe

Backofen auf 175°C vorheizen und 2 kleine Springformen mit Backpapier auslegen. Wer nur eine Form hat, kann auch nacheinander backen.

Für den Teig alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und 3 Minuten lang kräftig aufschlagen. Auf die Formen aufteilen und für 20-25 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Auskühlen lassen und jeden Boden begradigen (wenn nötig) und halbieren.

Aus Quark, Butter und Puderzucker ein Frosting herstellen. Einen kleinen Teil in grün einfärben, der Rest wird altrosa. Die Böden mit Konfitüre einstreichen und aufeinander stapeln. Mit dem pinken Frosting bestreichen – muss nicht super ordentlich sein! Das grüne Frosting in einen Spritzbeutel füllen und damit die Grußbotschaft auf die Torte schreiben – inklusive Schreibfehler 😉 .

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Die Torte ist wirklich super fix gemacht, schön schokoladig und richtig saftig! Die perfekte Geburtstags- oder auch „Einfach-mal-so“-Überraschung für jeden Potterhead.

Außerdem ist der Geburtstagskuchen Teil des filmischen Blogevents der lieben Becky! Schaut doch auch mal vorbei, was es dort schon für tolle Filmrezepte gibt!

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Habt eine – im wahrsten Sinne des Wortes – zauberhafte Woche und HAPPY BAKING!

xo Kristin

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Kommt mit mir ins Land der langen weißen Wolke!

Für 10 Monate lange habe ich dieses kleine Land am anderen Ende der Welt mein Zuhause genannt. Es heißt Aotearoa. Wahrscheinlich kennt ihr es aber eher unter dem Namen Neuseeland.

Es war das erste große Abenteuer meines Lebens und dieses Land und seine Menschen haben mein Herz im Sturm erobert! Von der unbeschreiblichen Natur bis hin zur Gelassenheit der Einwohner bietet Neuseeland einfach alles was man sich wünschen kann. Wenn es irgendwie machbar wäre würde ich mindestens einmal pro Jahr dort hin fliegen und ein paar Wochen „pure happiness“ genießen. Da das leider nicht möglich ist muss ich meine Erinnerungen hegen und pflegen und ich finde auch ihr solltet daran teilhaben dürfen.

Zusammen mit der lieben Becky habe ich nämlich eine Gastpostreihe gestartet und drei wundervolle Rezepte aus Neuseeland vorgestellt. Als Bonus gibt es ein paar meiner Lieblingsfotos von meinen Reisen und natürlich kleine Geschichten von all den Abenteuern, die ich erlebt habe.

Neugierig geworden? Dann werdet Teil unserer kleinen Reisegruppe! Die Tickets gibt es hier:

 

Teil 1 | Abel Tasman – Nelson – Kaikoura & ein Rezept für Kiwichutney

Teil 2 | Franz Josef – Queenstown – Dunedin & ein Rezept für Veggie Pies

Teil 3 | Auckland – Keri Keri – Cape Reinga & ein Rezept für Kumara Cake

 

Als Einstimmung habe ich hier schon mal ein paar Fotos für euch. Wer mehr sehen möchte hüpft am Besten gleich zu Becky rüber.

 

Auckland  Kaikoura3 KeriKeri LakeMatheson

 

Jetzt aber schnell weiter mit euch! Die Reisegruppe wartet schon…

 

xo Kristin

[ #USAforEva ] American Flag Cake.

Why does it take a minute to say hello and forever to say goodbye?

Abschiede sind doof. Ich bin total schlecht im „Tschüss“ sagen. Aber da meine Freundin Eva beschlossen hat, einfach mal für 2 Semester in die USA zu gehen, musste ich mich verabschieden. Und deshalb musste auch was Besonderes her.

Ich habe Eva also gefragt, was sie sich für ihre Abschiedsfeier wünscht. „Was Süßes.“ Hmm.. kein Problem. Dann schickte sie mir spaßeshalber ein Foto. „Schau mal! So einen will ich ;)“

Bild

Okay. Krieg‘ ich hin. Irgendwie.

Also ran an die Suchmaschine und erst mal ein bisschen recherchiert. Bis ich schließlich auf ein Rezept von Betty Crocker gestoßen bin. Allerdings werden da Backmischungen benutzt, die es in Deutschland nur ziemlich teuer zu kaufen gibt und der größte Fan von Backmischungen bin ich auch nicht. Also wiiiiieder die Suchmaschine gefragt und nach der Kombination von etlichen Rezepten stand endlich ein Schlachtplan.

Hier ist also nun „meine“ Version des American Flag Cake:

Zuerst wird die „Backmischung“ hergestellt. Wir simulieren 2 Packungen. Dafür werden

5 cups (zum Abmessen benutze ich solche) Mehl,

4 cups Zucker,

2 TL Backpulver,

1 TL Natron und

2 Pck Vanillezucker in einer großen Schüssel vermischt. Fertig ist die Backmischung!

Nun zum eigentlichen Rezept:

Rote Schicht:

  • 3 1/3 cups Backmischung
  • 1 1/4 cups pürierte Erdbeeren
  • 1/3 cup Pflanzenöl
  • 3 Eier (Größe L)
  • 150 ml Milch
  • 1 TL rote Lebensmittelfarbe (z.B. von Wilton)

Blaue Schicht:

  • 1 2/3 cups Backmischung
  • 1/2 cup pürierte Blaubeeren
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 2 Eier (Größe L)
  • 1/2 TL blaue Lebensmittelfarbe
  • 75 ml Milch

Weiße Schicht:

  • 1 2/3 cups Backmischung
  • 1/2 cup Naturjoghurt
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 Eiweiß
  • 75 ml Milch

Frosting:

  • 400g Frischkäse
  • 400g Crème Fraîche
  • 1/2 cup Zucker
  • 6 Blatt weiße Gelatine

Zubereitung:

Ofen auf 180° C vorheizen. 2 Springformen (18 – 20 cm) fetten und mit Backpapier auslegen.

Alle Zutaten für die rote Schicht vermischen und ca. 2 Minuten aufschlagen. Auf die beiden Springformen verteilen und etwa 30 – 35 Minuten backen. 10 Minuten abkühlen lassen, aus den Formen holen und dann vollständig auskühlen lassen.

Mit den anderen beiden Schichten genau so verfahren, aber nur mit einer Form pro Teig.

Die roten Böden begradigen und horizontal halbieren. Aus einem dünnen Boden einen Kreis mit ca 10 cm Durchmesser ausstechen (oder mit einer Schablone ausschneiden). Für die Torte werden nur 2 der dünnen Böden und der 10 cm Kreis benötigt. Den restlichen Kuchen kann man einfrieren oder z.B. zu Cakepops oder Desserts verarbeiten.

Den weißen Boden ebenfalls begradigen und horizontal halbieren. Aus einem Boden einen 10 cm Kreis ausstechen. Einen dünnen Boden und den Kreis für die Torte verwenden, den Rest anders verwerten.

Den blauen Boden begradigen. Aus der Mitte einen 10 cm Kreis ausschneiden. Dabei muss der Rand allerdings unversehrt bleiben, da der entstandene Ring für die Torte gebraucht wird. Ausgeschnittenen Kreis anders verwerten.

Kleine Bestandsaufnahme: Jetzt haben wir also 2 große rote Böden + 1 kleinen roten Boden, 1 großen weißen Boden + 1 kleinen weißen Boden und 1 dicken blauen Ring. Weiter geht’s!

Für das Frosting Frischkäse und Zucker aufschlagen bis sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat. Crème Fraîche unterrühren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Ein paar EL der Creme mit der Gelatine vermischen und die Mischung anschließend unter die restliche Creme heben.

Jetzt wird geschichtet: 1 großer roter Boden, dann eine dünne Schicht Frosting, dann ein großer weißer Boden, dann Frosting, dann den zweiten großen roten Boden, dann Frosting, dann den blauen Ring. Das innere des Rings auch mit Frosting bestreichen. Dann kommt der kleine weiße Boden in den blauen Ring, dann wieder Frosting und zum Schluss der kleine rote Boden. Alles vorsichtig andrücken und mit der restlichen Creme wolkig einstreichen.

Im Kühlschrank festwerden lassen.

Vor dem Servieren mit roten und blauen Zuckerstreuseln bestreuen.

Ich weiß, das Rezept ist recht lang, aber so kompliziert ist es wirklich nicht. Ein bisschen wie ein essbares Puzzle 🙂

Also nicht abschrecken lassen und selbst probieren!

Hier ist mein fertiges Exemplar:

BildDie Aktion hat sich auf jeden Fall gelohnt. So schön wie Eva, hat sich glaube ich noch nie jemand über einen Kuchen von mir gefreut!

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Eva und ich auf der Abschiedsparty! © Frau Herz

We only part to meet again.

♥ Kristin